Drucker-Test: HP Color LaserJet Enterprise M553dn gegen OKI C610n

Smarte Business-Drucker: die neuen Farblaser im Test.

 

Im Segment der kompakten Büro-Laserdrucker hat sich einiges getan: Sie werden immer kleiner und schneller und funktionieren dabei für immer größere Arbeitsgruppen. Was früher nur ein sperriger Geräteturm schaffte, erledigen heute smarte Kompaktlaser. Einer der neuesten ist der HP Color LaserJet Enterprise M553dn, 2015 auf den Markt gebracht als einer von vier neuen LaserJet Modellen des Drucker-Giganten HP.

Alle vier sind sie mit HP JetIntelligence ausgerüstet, einer Technologie, die sie besonders schnell, sparsam und sicher machen soll. Unser Testmodell aus der Color LaserJet Enterprise-Serie ist speziell für das Business-Umfeld und Arbeitsgruppen mit größerem Druckvolumen gedacht. Ebenso wie sein Gegenspieler im heutigen Test, der OKI C610n.

Smarter Auftritt im Büro: Gut ankommen ist alles!

Erster Eindruck: Wie schon der LaserJet 277 in dessen Testbericht ist der HP 553dn nicht nur ein Platzwunder, sondern in seiner reduzierten Optik und kompromisslos einfachen Form ein echter Hingucker – zumindest für alle, denen Design auch im Arbeitsumfeld wichtig ist. Das mag natürlich Geschmackssache sein. Der OKI macht keine schlechte Figur, er wirkt nur ganz anders: kompakt, abgerundet und irgendwie knuffig. Seine grau-weiße Gehäusefarbe trägt sicher dazu bei, dass er auf den ersten Blick unruhiger wirkt und nicht so clean wie der reinweiße HP. Aber nun zum Wesentlichen.

Netzwerken für den Erfolg: Hat HP die besseren Verbindungen?

Dass beide Farblaser mit USB- und Ethernet-Anschluss ausgestattet sind, überrascht nicht, schließlich spielen sie in der Business-Liga. Der HP Enterprise M553dn bietet darüber hinaus allerdings mobile Druckoptionen, die im modernen Office-Umfeld nützlich sind: ePrint und AirPrint ermöglichen es dem Anwender, Druckaufträge ganz entspannt von unterwegs zu senden. Das bietet OKI nicht – nicht mal das wesentlich teurere nächsthöhere Modell der OKI C610-Serie hat die mobilen Optionen im Programm. Auch über die automatische Duplex Funktion verfügt nur der HP Farblaser. Die bietet sein Konkurrent von OKI dann erst beim dn-Modell.

Schnell reagiert: Der LaserJet 553dn startet rasant aus dem Ruhemodus.

Zeit für den Speed-Test. Schließlich kann es im Business manchmal um Sekunden gehen! Hier dürfen wir besonders gespannt sein, denn beide Drucker werben mit Höchstgeschwindigkeiten beim Druck von Farb- und Schwarzweiß-Dokumenten. Für unseren Vergleich geben wir den Druckern jeweils zehn Seiten in Auftrag. Und warten. Erste Überraschung: Schon nach 11 Sekunden ist die erste Seite gedruckt – vom HP Color LaserJet Enterprise M553dn. Auch die restlichen Seiten schiebt er schnell hinterher: Insgesamt bewältigt der LaserJet die 10 Seiten in rund 45 Sekunden. Eine beachtliche Leistung!

Zum Vergleich: Der OKI C610n benötigt 19 Sekunden bis zum Ausdruck der ersten Seite, insgesamt schafft er die zehn geforderten Seiten in 57 Sekunden. Klarer Tempo-Punkt für HP.

Sind die zwei Drucker allerdings einmal in Fahrt, arbeiten beide erfreulich zügig. Der Unterschied zwischen 38 Seiten/Min. (HP) und 36 Seiten/Min. (OKI) ist nicht wirklich kriegsentscheidend.

Zeigt, was ihr drauf habt! Bild- und Textqualitäten.

In der nächsten Disziplin geht es um die Druckergebnisse. In Farbe. Schließlich möchte man im Geschäftsleben die Kunden und Kollegen auch gern mal mit repräsentativen PowerPoint-Präsentationen beeindrucken! Grundlage unseres Vergleichs ist eine Prindo Musterseite, die unseren zwei Business-Druckern verschiedene Farbabstufungen und -übergänge, Foto- und Grafik-Skills abfordert. Das Ergebnis ist ausgeglichen.

Grobe Patzer leistet sich keiner der Drucker, doch jeder hat seine Schwächen und Stärken. Der HP Color LaserJet Enterprise M553dn präsentiert auffallend saubere Farbübergänge und schönere Verläufe als sein Gegenspieler, der in den Farbverläufen schwächelt. Leichte Streifen und deutliche Stufen im Farbverlauf sorgen hier für Punktabzug.

Im Ausdrucken der Hauttöne allerdings macht der OKI C610n den Vorsprung wieder wett: Die nämlich fallen natürlicher aus als bei LaserJet, und auch die Blautöne sind bei genauer Betrachtung näher am Original. Ein Unentschieden also! Und  – mal wieder – Geschmackssache, denn hier entscheidet am Ende der Nutzer, welcher Ausdruck ihm besser gefällt.

Das Prinzip: Verkauf dich nicht zu billig.

Qualität hat ihren Preis, aber manchmal lohnt der sich eben. Weil wir es ganz genau wissen wollen, rechnen wir zusammen: Unser Preis pro ausgedruckter Seite setzt sich zusammen aus dem Anschaffungspreis des Druckers und den Kosten für die Original-Toner. Hier darf man gespannt sein, denn der Business-Drucker von HP ist immerhin knapp hundert Euro teurer als der OKI C610n.

Lohnt sich das? Arbeiten die JetIntelligence Toner tatsächlich so sparsam wie versprochen? Unsere Antwort nach einiger Rechnerei: Ja, es sieht so aus. Der Enterprise M553dn wird, wie unser Test zeigt, immer billiger, je höher das Druckvolumen wird – die Anschaffungskosten lohnen sich offenbar.

Bei monatlich 2.000 Seiten errechnen wir für den HP Drucker einen Seitenpreis von 11,4 Cent, der OKI Laser liegt hier mit 12,4 Cent genau einen Cent pro Seite drüber. Bei 6.000 ausgedruckten Seiten pro Monat vergrößert sich der Abstand: Jetzt punktet der Enterprise M553dn mit 12 Cent, sein Konkurrent erhöht auf 13,4 Cent pro Seite. Ob die Ersparnis auf die HP JetIntelligence Toner zurückzuführen ist? Genau wissen wir es nicht, aber wir finden: Hauptsache, es funktioniert. 

Fazit aus dem Meeting: der Enterprise M553 ist Aufsteiger des Monats.

Schön, schnell, leistungsfähig und ein perfekter Netzwerker – der HP Color LaserJet Enterprise M553dn ist unser Mitarbeiter des Monats. Wie die meisten Top-Kräfte hat er aber bei genauem Hinsehen auch kleine Schwächen: Zum Beispiel würde sich mancher Kollege sicherlich über ein Touchscreen-Display freuen (mit dem der OKI aber auch nicht punkten kann). Wer darauf nicht verzichten mag, dem sei das nächsthöhere Modell, der M553x, ans Herz gelegt. Der liefert dann auch gleich NFC-Konnektivität, zweites Papierfach und HP Wireless Direct Funktion, ist allerdings auch doppelt so teuer.

Unsere Meinung: Für mittelgroße Betriebe und Arbeitsgruppen sind die heute getesteten Farblaserdrucker eine gute Wahl – beide! Unser Top-Argument für den HP Color LaserJet Enterprise M553dn ist jedoch seine Wirtschaftlichkeit. Einen Drucker, der selbst mit Original-Tonerkartuschen mit jedem Tag sparsamer wird, können wir nur empfehlen. Schon aus betrieblichen Gründen.