HP PageWide Pro 452dw/dwt im Test

Der HP PageWide Pro 452dw ist einer der neuen PageWide-Drucker, denen HP die „niedrigsten Gesamtbetriebskosten und die höchsten Geschwindigkeiten seiner Klasse“ attestiert. Als Nachfolger der 2013 vorgestellten Officejet Pro X-Drucker 476dw und 576dw hat das Gerät hohe Ansprüche zu erfüllen, schließlich legten schon seine Vorgänger ein sensationelles Drucktempo vor. Was der PageWide Pro 452 kann, soll der Praxistest zeigen.

PageWide: Die Technologie macht den Unterschied

Dass er schnell ist, steht außer Frage.  In erster Linie verdankt der Drucker dies der neuen PageWide-Technologie, die die vier im Tintenstrahldruck üblichen beweglichen Druckköpfe durch eine feste seitenbreite Druckstange ersetzt hat. Diese verfügt über rund 42.000 winzige Farbdüsen, die gleichzeitig Tinte aufs Papier bringen. Das Dokument wird einfach unter dem Druckkopf hindurchgezogen – eine Technik, die sich als extrem zeitsparend erwiesen hat.

 

HP PageWide Pro 452dw (D3Q16B)

 

Der Drucker wirft die Seiten im Sekundentakt aus. Schnell!

Was der 452dw an Tempo erreichen kann, soll er zunächst im ISO-Modus zeigen. Nicht schlecht: Hier wirft er nach nicht mal sieben Sekunden das erste Blatt aus. Die versprochenen 40 Seiten pro Minute schafft er locker und liegt damit nur ganz knapp hinter dem Officejet Pro X576dw, der mit 42 Seiten punktete. Im Office-Modus – einer Einstellung, die qualitativ deutlich über dem Entwurfsmodus liegt – wirft er sogar 55 Seiten pro Minute ins Ausgabefach. Und das in Schwarzweiß und Farbe.

 

HP PageWide Pro 452dwt (W2Z52B)

 

Tintenpatronen in XL senken die Verbrauchskosten

Bei der PageWide-300-Serie mussten wir bedauernd feststellen, dass der Hersteller keine reichweitenstarken XL-Tintenpatronen bereitgestellt hat, was die Seitenkosten unnötig in die Höhe treibt. Bei der 400-Serie hat man das erfreulicherweise anders gemacht – die neuen pigmentierten PageWide-Tinten sind sowohl als Standard-Patronen als auch in XL mit einer hohen Seitenkapazität erhältlich. Das macht das Gerät auf einen Schlag deutlich sparsamer: Die extra großen Tintenpatronen drucken bis zu 10.000 Seiten in Schwarzweiß und rund 7.000 Seiten in Farbe.

Gute Farbsättigung durch pigmentierte Tinten

Mit der Entwicklung der PageWide-Serie hat HP nach eigenen Angaben auch die Tintenqualität weiter verbessert. Wir stellen zunächst fest, dass die Ausdrucke sehr wischfest aus dem Drucker kommen – ein Vorteil bei so hohem Durchsatz. Aber auch in der Farbqualität gibt es wenig zu bemängeln: Die Texte erscheinen tiefschwarz und sauber konturiert, die Farben satt. Dass die Qualität der Fotoausdrucke hinter der von professionellen Fotodruckern zurückbleibt, war zu erwarten.

Top-Funktion: der automatische beidseitige Druck

Die Duplexfunktion gehört zu den Highlights des Geräts, und das aus gutem Grund. Kämpften die Drucker der 300-Serie noch mit dem Problem der einzeiligen Scanzeile, so absolviert der PageWide Pro 452dw diese Disziplin dank Dual Head Scanner souverän  und ohne Patzer. Mit dem automatischen Ausdruck doppelseitiger Dokumente spart er außerdem zusätzlich Papier, was die Unterhaltskosten weiter senken dürfte.

Ein weiteres Plus: Im Gegensatz zu seinen Vorgängern druckt das Gerät auch Word- und Powerpoint-Dokumente vom USB-Stick aus. Praktisch!

Für noch mehr Papier gibt’s das dwt-Modell

Mit 500-Blatt-Papierzuführung und weiteren 50 Blatt manueller Zuführung ist der Drucker akzeptabel aufgestellt. Wer mehr will,  kann ihn mit einer weiteren 500-Blatt-Kassette aufrüsten oder sich direkt das 452dwt-Modell zulegen, das standardmäßig mit zwei Papierkassetten ausgestattet ist und damit über 1000 Blatt fasst.

Das Display hat HP wie schon beim Farbdrucker der 300-Serie auf gut 5 cm (2 Zoll) zurückgefahren. Das reicht für den Bürobedarf allemal aus – ein größeres, farbiges Display bietet dann das entsprechende MFP-Gerät 477dw.

Update für Netzwerk und Security

Auch bei den Netzwerk-Fähigkeiten hat sich einiges getan. Der HP PageWide Pro 452dw lässt sich als Netzwerkdrucker von bis zu zehn Anwendern ansteuern und ist damit noch besser in eine größere Büroumgebung zu integrieren als sein Vorgänger.  Vor allem bei den Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen hat HP aufgerüstet. Damit lassen sich tatsächlich ganz clevere Tools aktivieren: Zum Beispiel, dass für das Abrufen eines Druckauftrags ein PIN benötigt wird. Klingt erstmal merkwürdig, kann aber sehr nützlich sein, wenn es um sehr vertrauliche Daten geht.

Ausgerüstet fürs Büro 3.0

Dass der PageWide-Drucker alle nötigen Schnittstellen für kabellosen und kabelgebundenen Betrieb mitbringt, ist bei HP in der Klasse Standard. Ebenso wie die mobilen Optionen ePrint, AirPrint, Wireless-Direct und Google Cloud Print: Hier ist alles dabei, was heute up-to-date ist. Ob bei einem Bürodrucker all diese Funktionen auch relevant sind, ist da vermutlich eine eher irrelevante Frage.

Die Kosten für Anschaffung und Unterhalt

Mit derzeit knapp 400 Euro für den PageWide Pro 452dw hat HP den Einstiegspreis in die neue Technologie deutlich nach unten korrigiert. Auch der Stromverbrauch hält sich in Grenzen, was das Gerät zusätzlich konkurrenzfähig macht. Verwenden wir dazu konsequent reichweitenstarke XL-Tinten, addiert sich das Einsparpotential zu wirklich beeindruckend niedrigen Gesamtbetriebskosten.  

Ein weiterer Pluspunkt in der Unterhaltsfrage ist der geringe Wartungsaufwand: PageWide ist nämlich so konstruiert, dass die Funktion ausgefallener Tintendüsen automatisch von den Nachbardüsen übernommen und damit ausgeglichen wird.

Eine automatisierte Druckkopfwartung kann dann die Düsenfunktion wiederherstellen. Inwieweit das in der Realität reibungslos klappt, können wir jetzt allerdings nicht überprüfen.

Fazit: eine sichere Bank für Vieldrucker, die wirtschaftlich arbeiten wollen

HP hat den PageWide Pro 452dw vorgesehen für kleine Unternehmen und Arbeitsgruppen, die monatlich bis zu 4500 Seiten ausdrucken. Und die werden bestimmt langfristig mit diesem Gerät glücklich: Vor allem als Alternative zum Farblaserdrucker empfiehlt sich der PageWide Pro 452dw durch moderate Gesamtbetriebskosten und seine rasante Geschwindigkeit. Dass mit ihm auch gleich das Tonerstaub-Problem wegfällt, ist ganz sicher ein weiterer Kaufanreiz.