Die LaserJet Serie – vom Monolaser zum Multifunktions-Profi

Woher die HP LaserJets kommen, was sie können und was die Zukunft bringt.

LaserJet fürs Büro, OfficeJet für zuhause: Auf die alte Faustregel ist schon länger kein Verlass mehr. Denn die LaserJets des Herstellers HP machen auch vor dem kleinen Home Office nicht mehr Halt. Spätestens mit den neuen kompakten Laser-Modellen auf der Cebit 2016 hat HP mit dem hartnäckigen Vorurteil, Laserdrucker seien ausschließlich für große Büroumgebungen geeignet, endgültig aufgeräumt.

Dabei waren die leistungsstarken Laserdruckgeräte zunächst tatsächlich fürs Business konzipiert. Schließlich spricht viel dafür: Sie müssen seltener gewartet werden, sind oft weniger pannenanfällig als Tintenstrahldrucker und die Farbkartuschen halten deutlich länger als Tintenpatronen. Dazu kommt die unbestrittene Qualität der Textausdrucke: kein Ausfransen, kein Verwischen! Vor allem aber ihre Geschwindigkeit macht die LaserJets bis heute zu beliebten Business-Druckern.

Home- oder Business-Drucker? Die Grenzen verschwimmen

Schon seit längerer Zeit lösen sich die Grenzen auf: Seit sie erschwinglicher und kompakter geworden sind, sind HP LaserJets auch für private Anwender und kleine Home Offices zur echten Alternative geworden. Parallel dazu haben sich die OfficeJet Serien entwickelt: Sie, die früher als Tintenstrahldrucker den Bereich der Privatanwender dominierten, haben sich in den letzten Jahren ihren Platz in der Riege der Business-Drucker erobert – und müssen auch in Sachen Geschwindigkeit den Vergleich mit Laserdruckern nicht mehr scheuen.

Rückblick: Wie die HP Laserjets drucken lernten

Es lohnt sich, einen Blick zurück zu werfen, wenn man verstehen will, wie rasant sich die LaserJets in den letzten Jahren entwickelt haben. Der erste LaserJet kam nämlich fast zeitgleich mit dem legendären HP ThinkJet auf den Markt. Während der mit thermischem Tintenstrahldruck den Matrixdruck ablöste, wurde parallel eine ganz andere Art der Drucktechnik vorgestellt: Der LaserJet ermöglichte im Jahre 1984 zum ersten Mal Ausdrucke in echter Druckqualität. Sie waren vergleichsweise scharf, klecksten nicht und fransten nicht aus. Ein Meilenstein! Dafür war dieser HP LaserJet auch nicht unter 3.500 $ zu haben.

1994: Der LaserJet erobert den Farbdruck

Zehn Jahre sollte es dauern, bis auf einem LaserJet auch in Farbe gedruckt werden konnte. Mit der Geschwindigkeit haperte es aber noch: Erst 2002 druckte der LaserJet in Farbe ebenso schnell wie in Schwarzweiß. Inzwischen war mit dem HP LaserJet 3100 auch der erste Multifunktions-Laserdrucker für den Massenmarkt vorgestellt worden. Und langsam wurde der LaserJet auch erschwinglich: 2008 wurde der HP Color LaserJet CP 1510 für unter 300 $ verkauft. Kein Schnäppchen, aber für damalige Preise eine Sensation!

2012: Intelligente HP Flow MFPs halten Einzug im Büro

Mit der Einführung der sogenannten HP Flow MFPs 2012 wurde ein weiterer Schritt getan, um die Anwendungen für Unternehmen noch effizienter zu gestalten. Die A4-Drucker ermöglichten es, Arbeitsabläufe weiter zu digitalisieren, zum Beispiel durch automatisches doppelseitiges Scannen und integrierte Texterkennungssoftware (OCR). Was vorher nur große und teure A3 MFPs konnten, leistete nun ein kompakteres Gerät, das ebenso kostengünstig wie platzsparend war. 

Seitdem arbeitet der Hersteller kontinuierlich an LaserJet Funktionen, die Geschäftsprozesse vernetzen und erleichtern sollen, vor allem beim Arbeiten mit mehreren Nutzergruppen und im Bereich Sicherheit, Daten- und Dokumentenverwaltung. Auch bei den mobilen Drucklösungen stattet HP seine Laser-Modelle heute im höchsten Maße wettbewerbsfähig aus. Dass 2014 mit 200 Millionen verkauften LaserJet Druckern  eine magische Grenze gesprengt wurde, scheint dem Drucker-Giganten zusätzlichen Auftrieb gegeben zu haben.

2016: HP JetIntelligence macht Tempo

Dieser Tage gehen die LaserJets erneut mit einer Innovation an den Start, die mehr verspricht als nur ein optisches Makeover: HP JetIntelligence heißt die Technologie in den neuesten Modellen – den LaserJets Pro M252 und MFP M277 und den LaserJets Enterprise M22 und M553. Die stilsicher gestalteten Neuen zeigen deutlich, wie viel an Forschung der Hersteller offensichtlich in die Entwicklung intelligenterer Laserdrucker steckt: Sie stecken voller ausgefeilter technischer Raffinessen und sind dabei nicht nur sparsamer, sondern auch wesentlich schlanker als ihre Vorgänger.

Die neuen LaserJets – eine Mischung aus Toner- und Technik-Innovation

Die Business-Drucker mit JetIntelligence Technologie kombinieren neue Sicherheits-Programme mit wesentlich mehr Seiten pro Minute und einer verbesserten Qualität der Ausdrucke. Der bisherige Schwachpunkt der Laserdrucker – die Farbqualität – könnte damit überwunden sein: Zumindest in ersten Tests präsentieren die LaserJets ein mehr als akzeptables Druckbild.

Auch bei der Toner-Mischung hat sich wieder viel getan. Eine neue Technologie soll dafür sorgen, dass vom ersten bis zum letzten Ausdruck eine durchgehend stabile Druckqualität gewährleistet ist, dass die Seitenreichweite steigt und der Energieverbrauch sinkt. Möglich wird dies durch Veränderungen am einzelnen Tonerpartikel – die Schale ist robuster, der Schmelzpunkt des Wachses, das sich in ihrem Inneren befindet, geringer.

Auch beim Drucken ist Sicherheit das Thema der Zukunft

Daneben greifen die neuen LaserJets direkt auf die Cloud zu und ermöglichen damit ein Plus an Sicherheit: In der Cloud können zum Beispiel Dokumente gespeichert und erst durch Identifizierung des Nutzers ausgedruckt werden. HP JetAdvantage Private Print heißt die Drucklösung, die die Vertraulichkeit von Druckaufträgen bewahrt und dafür sorgt, dass nur der identifizierte Eigentümer eines Dokuments dies auch ausdrucken kann.

Auch hier setzt HP bewusst auf die Nutzer mobiler Endgeräte: Der Druckauftrag wird vom Computer zum Mobilgerät gesendet, in verschlüsselter Form in der Cloud gehalten und erst mit der Eingabe von PIN oder ID-Badge freigegeben. Mittlerweile werden über das Software-Tool HP JetAdvantage viele weitere solcher Workflow-Lösungen angeboten – nicht nur für LaserJets, sondern auch für OfficeJet Drucker.

Und die LaserJets von morgen?

Die neuen LaserJet Drucker werden sicherlich ihre Fans auch unter den privaten Anwendern finden, zumal auch hinsichtlich der gesundheitlichen Risiken einiges in Bewegung gekommen ist: Der Einbau von Feinstaubfiltern über den Hersteller kostet nicht mehr die Welt, und neue Mechaniken (Plug & Play) ermöglichen das Auswechseln der Tonerkartuschen, ohne dass der Nutzer befürchten muss, mit Tonerpartikeln in Kontakt zu kommen. Für viele spielt sicher auch das coolere, aufgeräumte Design der HP LaserJet Modelle eine Rolle.

Dennoch dürfte gerade die Entwicklung neuer Sicherheits- und Verwaltungstools vor allem professionelle Anwender interessieren, die täglich mit großen Datenmengen jonglieren und unterschiedlichen Nutzergruppen Zugriff auf ihre Druckerflotte gewähren. Ob auch Betriebe mit professionellem Anspruch an Bild- und Fotoausdrucke auf LaserJets umschwenken, bleibt abzuwarten – aber für die gibt es ja immer noch den OfficeJet.