Laserdrucker Wiki

Laserdrucker gehören zusammen mit den Tintenstrahldruckern zu den gängigen Drucktechniken, um farbige oder einfarbige Motive auf Papier zu bringen. Laserdrucker verzichten dabei auf den Einsatz von zusätzlichen Farbpatronen, besitzen allerdings sogenannte Kartuschen, die mit Tonerpulver gefüllt sind. Laserdrucker gehören zu den neueren Geräten auf dem Markt. Besonderheiten, Funktionen und andere wichtige Eigenschaften werden im Folgenden näher erläutert.

Erscheinungsbild eines Laserdruckers

Optisch unterscheiden sich die meisten Laserdrucker nicht von anderen normalen Druckern. Das Gehäuse besteht meist aus einem Kunststoff, der den Druckkopf mitsamt Papiereinzug umrahmt. Je nach Hersteller werden unterschiedliche Farben und Aufmachungen für das Gehäuse gewählt. Der Papiereinzug wird entweder auf der Oberseite angebracht, kann bei einigen Herstellern aber auch auf der Hinterseite des Laserdruckers befestigt sein.

Funktionsweise eines Laserdruckers

In den Bereich der Funktionen zählt die Funktionsweise, wie der Laserdrucker im Vergleich zu anderen Druckern arbeitet. Der Laserdrucker besitzt mehrere Bezeichnungen. Er wird als Non-Impact-Drucker, als LED-Drucker oder gern auch als Elektrofotografie-Drucker bezeichnet.

Schritt 1 – Elektrofotografie

Letzteres beschreibt den Vorgang, der im Inneren eines Laserdruckers stattfindet. Der Ausdruck eines Laserdruckers findet berührungslos statt. Das bedeutet, dass die Informationen zunächst im Drucker verarbeitet werden. Schon bei der Übertragung und Ausarbeitung der Daten können erste Unterschiede zu den normalen Tintenstrahldruckern festgestellt werden. Während dieser zeilenweise druckt, arbeitet der Elektrofotografie-Drucker seitenweise – Seiten werden als Ganzes gedruckt.

Schritt 2 – Bildtrommel Neutralisation

Im Inneren des Druckers befindet sich eine sogenannte OPC-Bildtrommel. OPC steht für Organic Photo Conductor. Diese Bildtrommel wird zu Beginn des Drucks immer negativ geladen. Über der Bildtrommel befindet sich ein Laser, der jetzt mit der Hilfe eines rotierenden Umlenkspiegels dafür sorgt, dass entsprechende Stellen auf der Bildtrommel neutralisiert werden.

Welche Stellen neutralisiert werden, hängt vom Bild ab, welches gedruckt werden möchte. Die Bildtrommel ist immer so groß, dass sie mit nur einer kompletten Drehung das Bildformat komplett überlaufen kann, welches als maximale Größe vom Drucker angegeben ist.

Schritt 3 – Einsatz der Tonerkartuschen

Der Laser hat entsprechende Teile auf der Bildtrommel neutralisiert. Im nächsten Schritt kommt der Toner ins Spiel, der mittels Tonerkartuschen mit Farbe bestrichen ist. Der Toner enthält negativ geladene Teilchen, die jetzt an der Bildtrommel haften. Anschließend wird das Papier eingezogen und im Einzug positiv aufgeladen. Die Farbe wird vom Papier angezogen und schon entsteht mit einem kompletten Umlauf der Bildtrommel ein vollständiges Bild.

Schritt  4 – Reinigung

Das Bild wird mit einer Temperatur von knapp 200 Grad Celsius auf das Papier gebrannt, was dazu führt, dass Farben nach dem Druck nicht verwischen können. Ist das Papier in der Papierausgabe angelangt, sorgt eine Reinigungseinheit im Inneren dafür, dass die Bildtrommel entladen wird. Somit wird sichergestellt, dass nicht versehentlich Tonerreste angezogen werden.

Druckkapazitäten eines Laserdruckers

Die Druckkapazitäten sind ein ganz entscheidendes Kriterium, welches für den Kauf eines Farblaserdruckers zählen kann. Wie bereits erwähnt, wird die Bildtrommel nach einem fertigen Druck durch die Reinigungseinheit entladen. Sollen aber mehrere Bilder der gleichen Art hintereinander gedruckt werden, verzichtet die Reinigungseinheit auf das Entladen.

Die Bildtrommel bleibt weiterhin negativ geladen und ist an den passenden Stellen neutralisiert, sodass enorm hohe Geschwindigkeiten erreicht werden können. Je nach Hersteller und Modell schaffen Farblaserdrucker zwischen 5 und 35 Drucke pro Minute  - ein Tintenstrahldrucker kann je nach Preislage ähnliche Werte erreichen.

Da der Drucker seitenweise arbeitet, können die Tintenstrahldrucker zeilenweise nicht mithalten. Nachteil ist aber, dass der Druck – sofern er einmal begonnen hat – nicht abgebrochen werden kann. Bei einem Tintendrucker ist der Abbruch jederzeit problemlos möglich. Aufgrund der hohen Temperaturen von bis zu 200 Grad Celsius, würde das Papier bei einem manuellen Abbruch im Laserdrucker anbrennen lassen.

Toner-Verschleiß beim Laserdrucker

Während bei einem Tintenstrahldrucker in regelmäßigen Abständen die Farben entleert und gewechselt werden müssen, ist das Wechseln der Toner bei einem Farblaserdrucker weniger häufig nötig.

Die Toner sind die einzigen Verschleißteile eines Laserdruckers und müssen erst nach mehreren hundert oder tausend Drucken gewechselt werden. Im Vergleich besitzen die Toner aber höhere Anschaffungskosten, als wenn Farbpatronen bestellt werden müssten. Einige Hersteller bieten die Funktion an, dass Toner nachgefüllt werden können – das spart Kosten.

Schwarztinten-Kapazitäten: ca. 1.000 – 1.500 Seiten
Farbtinten-Kapazitäten: ca. 6.500 - 10.000 Seiten

Zubehör

Die Toner gehören zu den einzigen Verschleißteilen im Farblaserdrucker, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen. Toner werden entweder in schwarzer Farbe oder in bunten Farbmischungen ausgeliefert. Je nach Gestaltung der Farben unterscheiden sich die Preise.

Auch wichtig: Es wird zwischen Originaltonern und sogenannten Rebuilt-Tonern unterschieden. Während Originaltoner höhere Anschaffungskosten besitzen und direkt vom Hersteller kommen, sind Rebuilt-Toner wiederaufbereitete Toner von Drittanbietern.

Papiereinzug beim Laserdrucker

Beim Einzug des Papiers kann bereits an der Form des Einzuges erkannt werden, welche Papierformate unterstützt werden. Während der Großteil der Laserdrucker – egal ob Farblaserdrucker oder Schwarz-Weiß-Laserdrucker – eine maximale Papiergröße von DIN A4 unterstützt, gibt es auch Hersteller, die größere Drucker für Unternehmen produzieren.

Die maximale Papiergröße ist aber nicht die einzige wichtige Information – es kommt auch auf die unterstützten Medien mitsamt dem maximalen Gewicht an. Diese können entweder in den Beschreibungen des Laserdruckers eingesehen werden oder direkt auf dem Gerät abgelesen werden. Gängige Medienformate sind:

  • Normalpapier (60-90 g/m³)
  • Schweres Papier (91-120 g/m³)
  • Gestrichenes Papier (beschichtetes Papier)
  • Folien (glänzendes Papier)
  • Etiketten (selbstklebendes Papier)
  • Briefumschläge
  • Recyclingpapier(80 g/m³)

Dabei gelten bestimmte maximale Gewichte, die bei einem Laserdrucker eingehalten werden müssen, da der Drucker ansonsten nicht ordnungsgemäß arbeiten kann. Bei einem Normalpapier beträgt das Gewicht bis zu 60 g/m², während gestrichenes Papier ein maximales Gewicht von 220 g/m² aufweist.

Neben dem Papiereinzug und dem Belichtungsbereich, gibt es dann noch den Papierauszug. Oft kann dieser in verschiedenen Schritten und Stufen geklappt werden, damit unterschiedliche Papierformate aufgefangen werden. Auch hier variieren Aufmachungen von Hersteller zu Hersteller.

Besonderheiten eines Laserdruckers

Zusammengefasst arbeitet der Laserdrucker mit Farbkartuschen, die mit Staubpartikeln gefüllt sind, die via Laser und Bildtrommel auf das Papier übertragen werden. Die Bildtrommel im Inneren wird regelmäßig geladen und entladen und hat eine ungefähre Lebensdauer von bis zu 40.000 bis 100.000 Drucken.

In der Regel schaffen Laserdrucker aber keine 100.000 Drucke, weswegen der Wechsel der Bildtrommel nur in den seltensten Fällen notwendig ist. Die Vorteile und Nachteile vom Laserdrucker sind eindeutig:

Vorteile:

  • Hohe Druckgeschwindigkeit
  • Leise Arbeitsweise
  • Langlebige Toner
  • Hohe Lebensdauer der Komponenten
  • Gute Qualität bei Dokumenten und kleinen Grafiken

Nachteile:

  • Schlechter Fotodruck
  • Höhere Anschaffungspreise
  • Teure Tonereinheiten
  • Feinstaubbelastung bei häufigen Drucken

Kundensegment für den Laserdrucker

Laserdrucker können sowohl im privaten Haushalt als auch im Büro genutzt werden. Laserdrucker haben im direkten Vergleich zwar höhere Anschaffungskosten, können aber enorm hohe Druckgeschwindigkeiten erreichen und sind leistungsfähiger.

Diese Eigenschaft wird gerade in Unternehmen sehr geschätzt. Einfache Drucke – wie Tabellen, Texte oder andere Dokumente – werden in einer sehr guten Qualität abgelichtet. Zudem sind Drucke direkt nach dem Druck einsatzbereit. Ein Trocknen ist aufgrund des erwähnten Brennvorgangs nicht notwendig. In großen Büros sollte bei einem Laserdrucker immer ein Feinstaubfilter eingesetzt werden.

Die Tonerkartuschen vom Farblaserdrucker arbeiten mit Farbpigmenten, die wie Ruß funktionieren. Das Pulver kann sich gerade bei vielen Drucken binnen kurzer Zeit in der Luft absetzen und zu gesundheitlichen Problemen führen. Angefangen mit Husten können solche Feinstaubbelastungen auch Allergien erzeugen. Gut belüftete Räume und passende Filter sind enorm wichtig.

Fotografien werden bei einem Laserdrucker hingegen weniger gut dargestellt. Wer im Unternehmen oder im privaten Haushalt häufig Fotos drucken möchte, sollte vom Laserdrucker ablassen. Tintenstrahldrucker können Fotos hochwertiger darstellen, haben aber wiederum den Nachteil, dass einige Modelle das Papier wellen können. Das passiert immer dann, wenn Farbpatronen vom Tintenstrahldrucker zu viel Flüssigkeit bei falschem Papier durchlassen.