Wichtige Drucker-Papiersorten und wofür sie sich eignen

Schaut man sich einmal die verschiedenen Drucker im Internet an, wird schnell klar, dass ein Drucker nicht immer nur mit Kopierpapier arbeitet. Drucker können grundsätzlich mit verschiedenen Arten von Druckerpapier arbeiten, bringen dann letztlich auch unterschiedliche Ergebnisse. Welche Drucker-Papiersorten es gibt und wann und wo sie eingesetzt werden, hängt dabei immer vom Nutzer ab. Grundsätzlich gibt es aber eine Handvoll wichtiger Sorten, die nicht ungeachtet werden sollten.

Wann kann ein Drucker unterschiedliches Papier einziehen?

Wer sich einen Drucker zulegen möchte, kann zwischen zwei großen Modellen unterscheiden. Auf der einen Seite gibt es den Tintenstrahldrucker, der seine Seiten zeilenweise mit flüssiger Tinte bedruckt – auf der anderen Seite werden Laserdrucker verkauft, die Seiten komplett mit Hitze bedrucken. Beide Varianten können je nach Hersteller mit verschiedenen Papiersorten arbeiten.

Welche Papiersorten für einen Drucker geeignet sind, ist immer vom Hersteller zu erfahren. Hersteller geben entweder in der Betriebsanleitung oder auf der Verpackung an, welche Sorten eingezogen werden können. Wichtig zu erwähnen: Nicht jeder Laserdrucker kann mit Folienpapier bestückt werden, aber auch nicht jeder Tintenstrahldrucker kann immer mit Fotopapier arbeiten. Hersteller wechseln je nach Modell und Seriennummer mit den verfügbaren Sorten.

Sollte der Drucker privat und gebraucht gekauft worden sein, können Merkmale am Gehäuse Aufschluss darüber geben, was für Funktionen der Drucker besitzt. Generell hat ein Drucker immer einen normalen Papiereinzug. Hier lassen sich Papiere meist bis zu 100 g/m² einlegen. Dickere Papiere können dann aber nicht mehr genutzt werden, da der normale Papiereinzug das Papier in der Regel einmal dreht und wendet. Solch eine Drehung kann bei dickeren Papiersorten zu Knicken führen.

Die Knicke werden dadurch verhindert, dass Drucker einen zweiten oder dritten Papiereinzug verwenden. Dieser befindet sich auf der Hinterseite des Druckers und wird meist von oben befüllt. Ist ein solcher zweiter Einschub verfügbar, können meist auch unterschiedliche Sorten Papier eingelegt werden. Die Formatgrößen werden dann durch Schieber oder Einsparungen am Einschub markiert.

Ein Beispiel: Oft gibt es ein spezielles Einschubformat für Postkarten in 10 x 15 cm.

Die unterschiedlichen Dicken beim Kopierpapier

Das normale Kopierpapier hat in der Regel eine Dicke von 80 g/m². Alle normalen Papiere – sei es für Verträge, Briefe oder andere Dokumente – haben solch eine Dicke. Generell kann gesagt werden, dass jeder Drucker auf dem Markt ein Kopierpapier in dieser Dicke verwenden kann. Die Maße vom Papier entsprechen dem DIN A4-Format und sind genormt. Es gibt auch Drucker, die mit einem DIN A6-Format arbeiten, ist in der Praxis aber nur selten anzutreffen.

Neben dem Papier mit einer Dicke von 80 g/m² gibt es auch noch Papiere, die mit 100 g/m² arbeiten. Solche Kopierpapiere werden nicht als Normalpapier bezeichnet, sondern können als Geschäftspapier bezeichnet werden. Die Drucker können solch ein Papier meist noch über den normalen Papiereinschub einziehen. Verwendet wird diese Papiersorte beispielsweise bei Verträgen oder Policen von Versicherungen.

Alle Drucker-Papiersorten über 100 g/m² können als Karton bezeichnet werden. Die Papiersorten können für Postkarten oder andere dickere Dokumente verwendet werden, werden aber meist nicht über den normalen Papiereinschub eingezogen. Ein Knicken muss hier verhindert werden.

Das Fotopapier im Detail

Fotopapier wird im Bereich der Drucker auch gern als Tintenstrahldruckerpapier bezeichnet. Solch eine Papiersorte zeichnet sich dadurch aus, dass sie an einer Seite beschichtet ist. Das Fotopapier wird zudem nicht über den normalen Papiereinschub in den Drucker gegeben, sondern über das separate Papierfach eingeführt.

Das Fotopapier wird in der Regel bei einem Tintenstrahldrucker eingesetzt, da hier der bestmögliche Einsatz ist. Ein Fotopapier wird zunächst als gestrichenes Papier bezeichnet, bevor es dann durch verschiedene Fertigungsprozesse zu einem glänzenden oder auch matten Fotopapier wird. Die beschichtete Seite ist so gefertigt, dass die Tinte optimal auf dem Papier haftet. Laserdrucker können beschichtete Papiere zwar auch nutzen, das Papier muss dann aber als solches gekennzeichnet sein. Nicht jedes normale Fotopapier kann auch im Laserdrucker verwendet werden!

Das Fotopapier gibt es – wie bereits erwähnt – in verschiedenen Ausführungen. Je nach Ausführung wirkt das Foto auf eine andere Weise. Während glänzende Fotopapiere sehr beliebt bei Fotografien von Menschen oder Landschaften sind, werden matte Fotopapiere gerne bei Zeichnungen oder Blaupausen eingesetzt.

  • Gestrichenes Papier
  • Mattes Fotopapier
  • Glänzendes Fotopapier

Bei den Fotopapieren spielt zudem die Gradiation eine entscheidende Rolle bei der Qualität des Fotos. Wenn ein Fotopapier bestellt wird, kann direkt auf der Verpackung abgelesen werden, welche Gradiation das Papier besitzt. Unterschieden wird hier zwischen G1, G2, G3 und G4. Ein Fotopapier mit G1 kann Grautöne sehr gut wiedergeben, hat aber Verluste im Kontrast zu verzeichnen. Das Papier mit G4 hat enorm gute Kontrastwerte, schwächelt dann aber im Bereich der Grautöne. Das G4 Papier ist im Vergleich zum G1 Papier sehr hart, damit man es sich bildlich besser vorstellen kann.

Fotopapier für den Laserdrucker?

Generell wird gesagt, dass ein Tintenstrahldrucker die besseren Ergebnisse beim Ablichten von Fotografien bietet. Ein Laserdrucker kann Fotografien zwar auch drucken, bietet aber meist schlechtere Ergebnisse, als ein vergleichbarer Tintenstrahldrucker.

Laserdrucker können Fotografien auf Normalpapier drucken, können aber auch spezielle Fotopapiere einsetzen. Generell dürfen hierfür aber keine normalen Fotopapiere genutzt werden, da solche Papiere nicht für die enormen Temperaturen im Laserdrucker ausgelegt sind. Im Laserdrucker herrschen Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius, was normale Papiere für den Tintenstrahldrucker nicht aushalten können.

Es gibt allerdings verschiedene speziell beschichtete Fotopapiere, die sich für einen Laserdrucker eignen. Meist haben diese eine Dicke von 200 g/m² und werden als temperaturbeständig bezeichnet.

Sonderprodukte beim Druckerpapier

Abseits dieser üblichen Papiersorten – Normalpapier und Fotopapier – können Drucker meist auch andere Sorten bedrucken. Besonders beliebt ist beispielsweise der Fotodruck auf Folie oder auf Textilflächen. Foliendrucke können mit Laserdruckern und Tintenstrahldruckern durchgeführt werden, müssen dann aber verschiedene Papiersorten mit verschiedenen Hitzebeständigkeiten aufweisen. Ein Laserdrucker muss immer höhere Beständigkeiten beim Papier verzeichnen.

Abseits vom Folienpapier oder einem T-Shirt gibt es die bekannten Postkartenformate, die gerne in einem Drucker verwendet werden. Postkarten haben entweder eine Dicke von 265 g/m² oder eine Dicke von 300 g/m². Mit ansteigender Dicke wird die Qualität vom Papier erhöht, was letztlich auch die Lebensdauer von Postkarten erhöht. Gerade beim Versand via Post können unvorhergesehene Unfälle passieren, die bei einer dickeren Postkarte eher ausgeglichen werden können – sie knicken nicht so schnell wie andere Postkartengrößen.