Umweltschonend drucken - mit diesen Tipps wird es kinderleicht!

Beim Drucken können Nutzer auf die verschiedensten Kriterien achten. Neben der Druckqualität und der Geschwindigkeit, kann auch das umweltschonende Drucken einen wichtigen Kaufgrund darstellen. Beim umweltschonenden Drucken hängt es einerseits vom Nutzer ab, auf der anderen Seite kann aber auch schon beim Kauf des Druckers auf umweltschonende und stromsparende Modelle geachtet werden. Worauf Kunden genau achten sollten und welche Tipps helfen können, zeigt der nachstehende Ratgeber im Detail!

Tipp 1 – das richtige Papier nutzen

Wer sich einmal die Vielfalt der Papiersorten auf dem Markt angeschaut hat, der wird gesehen haben, dass es nicht nur normales Drucker- oder Kopierpapier gibt. Auffallend im Bereich der umweltschonenden Mittel sind Recyclingpapiere. Recyclingpapier wird gern auch als Öko-Papier bezeichnet und zeichnet sich dadurch aus, dass Hersteller Altpapier wiederverwerten, um daraus Kopierpapier zu machen.

Das aus Altpapier hergestellte Papier ist in der Regel in leichten Grautönen erhältlich. Je nach Qualität und Verarbeitung können Recyclingpapiere aber auch mit einem hohen Weißegrad gekauft werden. In diesem Fall haben Hersteller das gräuliche Papier nachträglich gebleicht. Das Ausbleichen geschieht mit verschiedenen Chemikalien, die dunklere Farbpartikel aus dem Papier lösen.

Das Umweltschutzpapier hat den großen Vorteil, dass es in der Herstellung meist etwas günstiger ist. Das liegt daran, dass für die Verarbeitung weniger Energie und weniger Wasser benötigt wird. Zudem wird durch den erhöhten Kauf von Umweltschutzpapier die Nachfrage nach Altpapier gesteigert. Somit wird weniger Altpapier entsorgt, was wiederum die Umwelt nachträglich schont. Recyclingpapier wird in verschiedenen Weißegraden verkauft.

Der Weißegrad bestimmt, wie hell das Papier im Vergleich zum normalen Kopierpapier ist. Wird ein Weißegrad von 100 Prozent erreicht, dann entspricht das der Helligkeit vom normalen Kopierpapier. Allerdings ist solch ein helles Recyclingpapier auch oft genauso teuer, als wenn normales Papier gekauft werden würde.

Tipp: Das Recyclingpapier mit einem Weißegrad von 80 Prozent ist zwischen 10 und 15 Prozent günstiger, als wenn normales Kopierpapier gekauft werden würde.

Tipp 2 – den Duplexdruck nutzen

Beim Duplexdruck handelt es sich um eine Funktion, bei welcher Papiere von beiden Seiten bedruckt werden. Der Duplexdruck hat den Vorteil, dass somit die Hälfte des Papierverbrauches eingespart werden kann. Allerdings ist zu sagen, dass es nicht immer einfach ist, den Drucker im Duplexdruck anzuwenden.

Die einfachste Variante besteht dann, wenn der Drucker von sich aus einen doppelseitigen Druck anbietet. In diesem Fall werden Druckaufträge aufgegeben und der Drucker zieht das Papier zweimal durch die Druckköpfe. Unterstützt der Drucker diese Funktion nicht, können Dokumente aber dennoch doppelseitig bedruckt werden – ein manueller Duplexdruck ist notwendig.

Beim manuellen Duplexdruck werden gedruckte Dokumente nach dem Druck rückseitig in den Drucker gelegt. Aufzupassen ist, dass der Drucker das Papier auch auf der richtigen Seite bedruckt. Es kann daher sinnvoll sein, wenn zuvor einige Testdrucke gemacht werden, sollte der Drucker keine Anzeigen für einen manuellen Duplexdruck besitzen.

Möchten dann größere Mengen gedruckt werden, können zunächst die ungeraden Seiten gedruckt werden, um anschließend die geraden Seiten auf die Rückseite abdrucken zu können.

Tipp: Einige Multifunktionsdrucker können Seiten nicht nur doppelseitig drucken, sondern auch einscannen. Dafür werden Dokumente in den Scanner gegeben, welcher das Papier selbstständig einzieht und von beiden Seiten scannt. Das spart wiederum Zeit und Energie vom Multifunktionsdrucker.

Tipp 3 – den Entwurfsmodus nutzen

Der Entwurfsmodus ist ein besonderer Druckmodus, bei welchem der Drucker besonders wenig Tinte einsetzt, um Dokumente zu drucken. Der Entwurfsmodus hat im Vergleich zum normalen Druckmodus eine verringerte Auflösung. Im direkten Vergleich werden die Unterschiede aber nur dann sichtbar, wenn Fotografien oder besonders hochauflösende Verträge mit kleiner Schrift gedruckt werden.

Aus diesem Grund kann sich das Drucken im Entwurfsmodus generell lohnen. Beim Entwurfsmodus wird weniger Tinte verwendet, weswegen geschriebene Texte blasser wirken. Allerdings sparen Nutzer bis zu 40 Prozent an Druckertinte ein.

Wer Druckertinte sparen möchte, sollte den Reinigungsmodus vom Drucker vermeiden. Der Reinigungsmodus wird beim Großteil der Drucker automatisch im regelmäßigen Abstand durchgeführt. Allerdings wird beim Reinigen der Druckerköpfe sehr viel Druckertinte verbraucht – das schadet der effizienten und umweltbewussten Nutzung. Der Reinigungsmodus kann deaktiviert werden. Damit die Druckertinte dann nicht austrocknet, sollte der Drucker mindestens einmal in der Woche in Betrieb genommen werden. Zudem sollte der Drucker an kühlen Orten stehen, damit das Austrocknen nicht weiter begünstigt wird.

Tipp 4 – den Drucker bewusst einsetzen

Das bewusste Drucken ist die einfachste Form, um umweltbewusst zu drucken. In diesem Fall überlegen sich die Nutzer vor jedem Druck genau, ob der Papierdruck wirklich notwendig ist. Immer häufiger lohnt sich beim Druck auch der PDF-Druck. Beim PDF-Druck werden Dokumente in ein PDF-Format umgewandelt. Anschließend können die Dokumente via E-Mail an andere Personen übermittelt werden. Das spart Papier und Energie vom Drucker.

Tipp: Beim Drucker sind oft Kopierfunktionen eingebaut. Beim Kopieren werden Dokumente eingescannt und anschließend ausgedruckt. Nicht immer müssen Dokumente aber direkt ausgedruckt werden. Einige Drucker besitzen die PDF-Scan-Funktion. Hierbei werden Papiere eingescannt und direkt auf einem USB-Speicherstick oder einer SD-Speicherkarte abgelegt.

Tipp 5 – aktiv Strom sparen

Innerhalb des Büros ist es häufig zu beobachten, dass Drucker fortlaufend eingeschaltet sind. Selbst in der Nacht werden Drucker nur selten ausgeschaltet. Der Grund dafür? Drucker sind in diesem Fall immer einsatzbereit und können jederzeit ohne Wartezeit genutzt werden. Leider verbrauchen Drucker auch Strom, wenn sie nicht aktiv genutzt werden. Ein Laserdrucker kann im Standby-Modus bis zu 150 Watt verbrauchen. Tintenstrahldrucker kommen auf 30 bis 50 Watt. Rechnet man diese Werte einmal hoch, wird viel Geld verschwendet.

Die Lösung dafür ist das Ausschalten vom Drucker. Da das manuelle Ein- und Ausschalten aber nicht immer praxisorientiert ist, besitzen einige Druckermodelle Energiesparmodi. Der Energiesparmodus sorgt dafür, dass der Drucker nach kurzer Zeit ohne Nutzung selbstständig ausgeschaltet wird. Sollte ein Druckauftrag übermittelt werden, schaltet sich der Drucker automatisch wieder ein. Der Vorteil?

Der Drucker hat mit solch einem Energiesparmodus keine langen Wartezeiten. In der Regel ist der Drucker nach dem selbständigen Einschalten sofort einsatzbereit und kann genutzt werden. Das manuelle Ein- und Ausschalten hingegen kann dazu führen, dass sich der Drucker zunächst konfigurieren muss, bevor er letztlich eingesetzt werden kann.