Wohin stelle ich den Drucker?

Der perfekte Platz für das Drucken zuhause.

Der neue Drucker braucht einen Platz: einen, an dem er nicht stört, problemlos erreichbar ist und einwandfrei funktioniert. Das alles zusammen ist manchmal nicht so einfach zu bewerkstelligen – schließlich gibt es weitaus mehr zu beachten als die Frage, wo das Gerät am besten aussieht.

Laser oder Tintenstrahl? Die Technologie entscheidet oft über den Standort.

Die erste Antwort auf die Frage nach dem Wohin ist häufig eine Gegenfrage: Laser oder Tintenstrahler? Nicht wenige Nutzer fürchten die Feinstaubbelastung durch Tonerpulver, und das nicht ohne Grund: Die Kartuschen der Laserdrucker versprühen einen feinen Nebel, der nicht immer zu 100% auf dem Papier landet und auch nicht unbedingt gesund ist. Zwar sind die langfristigen Folgen durch Feinstaubbelastung noch lange nicht hinreichend untersucht, aber Vorsicht bei der Standortwahl eines Laserdruckers ist allemal anzuraten. Doch dazu später mehr: Der größte Teil der Anwender greift nämlich immer noch zum Tintenstrahler, wenn es um einen Drucker für zuhause geht – und muss sich bei der Unterbringung zumindest über das Thema Feinstaub keine Gedanken machen.

Die Temperatur: Der Tintenstrahldrucker hat’s gern kühler.

Während Wärme dem Laserdrucker nicht allzu viel anhaben kann, reagiert ein Tintenstrahldrucker auf kontinuierlich hohe Temperaturen empfindlich. Seine mechanischen Bestandteile sind robust, aber die Tinte kann Probleme bereiten – schließlich hat sie einen hohen Wasseranteil. Steht der Drucker zu nah an einer Heizung, können die Tintenpatronen eintrocknen und die Druckköpfe verstopfen. Besser ist es also, das Gerät in einiger Entfernung zu den Heizquellen der Umgebung zu platzieren und es darüber hinaus keinen stärkeren Temperaturschwankungen auszusetzen.

Der Geräuschpegel: Stell’ mal einer den Drucker aus!

Der Tintenstrahler ruckelt übers Papier, das Gerät surrt, rattert und klackert – und hört erst auf, wenn der letzte Bogen im Ausgabefach liegt: Wo gedruckt wird, ist das oftmals deutlich zu hören! Und wenn viel zu drucken ist und nebenbei auch noch konzentriert gearbeitet werden soll, kommt irgendwann der Punkt, an dem der Geräuschpegel richtig stört. In Betrieben gibt es deshalb meistens einen separaten Druckerraum. Aber auch wer zuhause druckt und wenig Platz zur Verfügung hat, sollte den Lärmfaktor nicht außer Acht lassen! Konkret heißt das: Ein bisschen Abstand tut allen gut. Und der Drucker gehört weder ins Schlafzimmer (was, wenn nachts um 2 noch ein Referat auszudrucken ist?) noch ist er direkt auf dem Schreibtisch gut platziert.

Übrigens: Auch Laserdrucker machen Geräusche – zwar deutlich weniger als die Lasergeräte der ersten Generation, aber dennoch zu viel, um dabei dauerhaft einer geistig anspruchsvollen Tätigkeit nachzugehen. Dass die Unternehmen Druckerräume einrichten, ist also nicht nur der Feinstaubbelastung zuzuschreiben.

Drucker an Router: Verbindung aufnehmen!

Eigentlich weiß es jeder: Wo der WLAN-Router steht, ist für die Funktionalität eines Druckers mit WLAN-Option keineswegs unwichtig. Denn ein WLAN arbeitet mit Funkwellen, und für eine gute Datenübertragung sollte der Weg zum Empfangsgerät möglichst frei sein. Dennoch setzen sich Nutzer erstaunlich oft darüber hinweg, frei nach dem Motto: Der Drucker wird ihn schon irgendwie finden, den Router! Kann sein, muss aber nicht. Damit die Verbindung optimal funktioniert, sollte deshalb berücksichtigt werden, dass Mauern, Decken und dicke Wände die WLAN-Verbindung ausbremsen: Bei einer dickeren Mauer können dabei schon mal gut 25 Prozent der Signalstärke verloren gehen.

Der ideale Weg vom Router zum Drucker: trocken und durchlässig.

Am besten ist die Verbindung natürlich, wenn Drucker und Router im gleichen Raum stehen; aber auch normal dicke Zwischenwände lassen den größten Teil der Wellen durch. Weniger durchlässig sind stahlverstärkte Beton- und Rigipswände. Vor allem feuchte Wände können den Signalfluss deutlich behindern ­– kein Wunder, dass es Funkwellen auf dem Weg durch Bad und Küche oftmals schwer haben. Auch durch Böden mit Fußbodenheizung schaffen es die Wellen nur sehr mühsam zum Drucker, andere elektrische Geräte können die Verbindung zusätzlich stören.

Wer den idealen Platz für seinen Drucker gefunden hat, sollte die WLAN-Signalstärke am besten gleich testen, zum Beispiel über die Empfangs-Anzeige eines Endgeräts. Stabilität und Schnelligkeit der WLAN- Verbindung lassen sich dann rasch durch einige Druckversuche überprüfen.

Verstecken oder präsentieren? Schöne Drucker haben’s leichter.

Heute wirken Marken-Drucker, die fürs Home Office konzipiert wurden, geradezu unauffällig im Vergleich mit den riesigen schmutziggrauen Ungetümen der ersten Generation. Und viele sind nicht nur kompakter, sondern auch deutlich präsentabler geworden: Aktuellstes Beispiel ist die neue HP OfficeJet Serie 8700 im stylischen „Print Forward Design“. Kein Wunder also, dass die Designer-Drucker heute gern mal im Wohnzimmer anzutreffen sind – eine Erleichterung für alle, denen die klobigen Geräte von gestern schon immer ein Dorn im Auge waren.

Bei aller dekorativen Platzierung sollte allerdings auch auf eine glatte Oberfläche des Stellplatzes geachtet werden. Teppichflusen zum Beispiel sind für einen Drucker gar nicht gut! Dass das Gerät – egal ob Laser oder Tintenstrahl – gut zugänglich sein muss und nicht in Räume gehört, in denen regelmäßig gegessen und getrunken wird, versteht sich eigentlich von selbst.

Der Drucker im Schrank – gute Idee oder schlechte Alternative?

Immer wieder liest man von Anwendern, die ihren Drucker besonders platzsparend im Schrank verstauen. Eine Idee, die so abwegig nicht ist: Mal ganz abgesehen davon, dass das Gerät damit quasi unsichtbar wird, bietet diese Art der Unterbringung oftmals auch Schutz vor Staub und Feuchtigkeit. Handelt es sich um einen Laserdrucker, so kann der Schrank, wenn der Druckprozess hinter geschlossenen Türen verläuft, zusätzlich vor Feinstaub in der Luft schützen. Die Voraussetzung: Der Schrank muss genügend Fläche bieten (vor allem in der Tiefe), damit der Drucker hineinpasst. Ein großformatiges Multifunktionsgerät wird also von vornherein ausscheiden. Und natürlich gilt es, die Stromversorgung durch Kabel zu sichern – im Zweifelsfalle eben durch eine beherzte Bohrung an der Schrankrückseite ...

Gute Belüftung: das A und O bei Laserdruckern.

Auch wenn sich die meisten Lasergeräte in Büroumgebungen befinden, gibt es doch viele Nutzer, die auch privat auf die Vorteile eines Laserdruckers nicht verzichten möchten. Der separate Druckerraum ist dann keine Option – wer möchte dem Drucker schon einen kompletten Raum seiner Wohnung überlassen?

Doch schon spezielle Filter, die vor den Luftaustritt des Druckers positioniert werden, fangen viel von dem gefürchteten Feinstaub ab. Mit der Standortwahl lässt sich die Belastung zusätzlich minimieren: In erster Linie sollte der gewählte Platz gut zu lüften sein, auch wenn das Gerät nur gelegentlich betrieben wird. Darüber hinaus sollten die Abluftöffnungen (auch mit Feinstaubfilter) nicht auf den Anwender und seinen Arbeitsplatz zeigen. Der Untergrund ist dabei idealerweise glatt und gut zu reinigen. Sind diese Bedingungen berücksichtigt, ist schon viel gewonnen – und damit auch der Laserdrucker auf dem Weg zum perfekten Standort!