Warum und wie soll man den Drucker kalibrieren?

Der Sinn seine Geräte zu kalibrieren besteht in erster Linie darin, einen ungewollten Farbstich zu vermeiden und das Farbbild zu optimieren.

Die Entstehung eines Farbstichs ergibt sich daraus, dass die Farbzusammensetzung unter den einzelnen Geräten variiert. So hat beispielsweise ein Rechner eine andere Methode die einzelnen Farben darzustellen als ein Drucker. Hier spielt also das Farbmanagement eine sehr entscheidende Rolle.

Um Bildschirm, Scanner und Drucker richtig aufeinander einstellen zu können, sollte zunächst einmal geprüft werden, ob die jeweiligen neuesten Treiberversionen der Hersteller installiert sind. Diese werden benötigt, um eine hohe Qualität der Darstellung sowie flexible Einstellungsoptionen zu erhalten.

Als nächstes sollte die Farbtemperatur am Monitor angepasst werden. Die Farbtemperatur bestimmt hierbei, mit welcher Intensität ein Farbeindruck wirken soll. Hierbei erscheint eine hohe Farbtemperatur kühl und geht ins bläuliche, eine niedrige dagegen warm und wirkt rötlich.

Auch ein wichtiger Bestandteil der Kalibrierung des Monitors ist der Graustufenkeil, welcher meist durch einen Querbalken schrittweise die unterschiedlichen Graustufen zwischen Schwarz und Weiß absteigend anzeigt. Diesen findet man im Internet und lässt ihn sich auf dem Bildschirm anzeigen. Nun wird der Kontrast am Monitor auf 100 % und die Helligkeit auf 0 % eingestellt. Dann werden beide Komponenten langsam gleichermaßen erhöht bzw herabgestuft, bis gerade noch ein Unterschied auf dem Graustufenkeil zwischen den beiden hellsten und dunkelsten Stellen zu erkennen ist.

Für die Kalibrierung des Scanners wird ebenfalls eine Unterscheidung der Graustufen benötigt. Möglicherweise ist dem Scanner eine Farbtafel mit Graustufenkeil beigelegt, anderenfalls ist diese im Fachhandel zu erwerben. Von eigen zusammengestellten Farbtafeln ist abzuraten, da diese fehlerhaft sein können und das Bild somit nicht den gewünschten Ansprüchen entsprechend erstellt werden kann. Nun wird die Vorlage des Graustufenkeils eingescannt und als TIF-Datei gespeichert.

Die Auflösung sollte dabei 300 dpi betragen. Dann wird das Bild im jeweiligen Bearbeitungsprogramm geöffnet und jeder Grauton der Farbtafel einzeln auf die Grundfarben abgestimmt. Das heißt, dass die Farben Rot, Grün und Blau gleichermaßen Anteile auf jedem Grauton haben sollten. Bei einigen Programmen wird dieser Vorgang mit dem sogenannten „Pipette Werkzeug“ vorgenommen. Das Endresultat bestimmt nun die Vorlage zur Kalibrierung des Scanners.

Um seinen Drucker zu kalibrieren, wird nun der zuvor eingescannte Graustufenkeil auf ein in Zukunft verwendetes Papier gedruckt. Hier sollten die unterschiedlichen Grautöne mit bloßem Auge erkennbar sein. Ist das nicht der Fall, sind die Farbeinstellungen in den Optionen des Druckertreibers zu ändern.

Eine praktische Hilfe bei der allgemeinen Kalibrierung des Druckers sind „ICC Profile“. Diese ermitteln die unterschiedlichen Farbdarstellungen der Geräte, und sollen bei der Übereinstimmung der Farbwiedergabe zwischen Computer und Drucker helfen.

Eine optimale, auf den jeweiligen Drucker abgestimmte Kalibrierung, ist allerdings von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.